2015-01-02 Japanreise

Tokyo - 東京

Wie schon erwähnt, ist es japanische Tradition zum Jahresanfang einen Schrein / Tempel zu besuchen, um für das neue Jahr Glück und Gesundheit zu erbitten. Gleichzeitig zeigt sich der Tenno, das Oberhaupt Japans der Bevölkerung nur zweimal im Jahr öffentlich. Zu seinem Geburtstag am 23. Dezember und heute. Zusätzlich besteht am 2. Januar eines Jahres die Möglichkeit, in die Parkanlagen des Palast zu gelangen. Also eine Ansammlung von Must-Does für jeden Japaner und Touristen.

In Erwartung der vielen Menschen im Palast besteigen wir eine frühe U-Bahn zur Tokyo Station (東京駅) und reihen uns in die merklich ansteigende Menschendichte ein. Vor den Toren des Palastes läuft man dann bereits passiv in der Menschenmenge mit. Natürlich ist alles perfekt organisiert. Wir erhalten Japanfahnen zum Mitwinken; die Taschenkontrolle und Leibesvisitation ist ausländerfreundlich auch in English möglich. Anschließend werden die Menschen in sieben Wartebereiche eingeteilt, die alle nacheinander in den Palast eingelassen werden. Um uns herum spielt leise Musik und keiner drängelt auch nur ein bisschen. Nach gut anderthalb Stunden stehen wir dann inmitten der 11 Uhr Ansprache und sind überrascht über soviel Emotionen.


Im Anschluss besuchen wir den Hamarikyu-Park (浜離宮恩賜庭園) in Chuo in der Bucht von Tokyo. Die ursprünglich private Parkanlage liegt als grüne Insel inmitten der Wolkenkratzer und dem Meer und ist über zwei Gräben vom Festland getrennt. Inmitten der Wasseranlagen liegt die Teehäuser. Obgleich durch Erdbeben, Brände und den zweiten Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen, wird die Anlage als Baudenkmal der Edo-Zeit aufgeführt. Wir genießen einen herrlich sonnigen Nachmittag mit Falknerei, Aikido und Teekultur. Natürlich mit Schuheausziehen, grünem Tee und japanischem Gebäck.


Den Sonnenuntergang bewundern wir diesmal vom schon erwähnten Roppongi Hills Mori Tower. Neben der Aussichtsplattform im 52. Stock kann man tatsächlich auf das Dach und Tokyo im 360-Grad-Panorama bewundern. Und während die Sonne im Westen versinkt, taucht sogar der Fuji für uns aus dem Nebel auf. Nach so viel Panorama nehmen wir gleich noch das Mori Kunstmuseum (森美術館) im gleichen Stockwerk mit. Kunst mit Aussicht :D.







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