2014-12-25 Japanreise
Osaka
Im sechzehnten Stock eines Hotels aufzuwachen, hat klare Vor- und Nachteile. Man bekommt zwar eine ganz gute Übersicht über die Stadt in der man sich befindet; man sieht aber auch ganz gut die Wolkenfronten heraneilen. Bedeutete demnach die sonnigen Stunden zu nutzen und Osaka bei Tage zu erkunden. Der Shin-Osaka-Bahnhof hat freundlicherweise auch gleich noch eine Anbindung an die Regional- und Schnellzüge, sodass wir uns auch in Osaka gut fortbewegen konnten (und nicht wie gestern Abend auf die private U-Bahn angewiesen waren).
Die Burg Osaka thront in ihrer historischen Gestalt inmitten der Stadt. Ein eindrucksvoller Kontrast zu den vielen Hochhäusern und Hochstraßen. Umgeben von mehreren Befestigungswällen und Wassergräben schrauben sich die Zufahrtswege bis zur eigentlichen Burg hinauf. Vom zentralen Turm aus hat man einen fantastischen Blick über die umgebende Stadt. Das Innere ist (wie in Himeji und Hiroshima) ein Museum auf fünf Etagen, dass sich mit der Architektur und Geschichte Osakas beschäftigt.
Anschließend sind wir zum Osaka Hauptbahnhof gefahren, der unterirdisch und über mehrer Etagen mit den umgebenden Einkaufszentren verbunden ist. Noch verliere ich in diesen Labyrinthen aus Geschäften und Menschenströmen die Orientierung... Aber das kann ich bis Tokio ja noch üben :D.
Mehr durch Zufall - oder Bestimmung - haben wir dann noch den "Marche of Lights", den Lichtermarkt gefunden. Eine bunte Mischung aus europäischen Winter- und Weihnachtsmärkten wie ihn sich Japaner vorstellen. Unser Glühwein war warmer guter italienischer Rotwein, die German Bratwurst wollte keiner probieren und scheinbar sind Baumkuchenringe DER Trend 2014. Alles vermischt mit bunten Blinklichtern und Anime-Musik und natürlich tausenden Menschen, die von hunderten Ordnungskräften gelenkt werden.
Und noch was ist uns aufgefallen. Die Städte sind trotz der vielen, vielen Menschen und Autos nicht laut und dreckig (wie man erwarten könnte). Gehupt wird überhaupt nur im Notfall und alle wirken so ausgeglichen und (reserviert) freundlich. Wie machen die das? :D









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