14-07-20_25 Westhavelland
Sommerurlaub Teil 1 - Westhavelland
Urlaub für Kurzentschlossene kann ja auch schön sein. Mal nicht so weit weg fahren, mal nicht so viel (im Vorfeld) planen, einfach drauf los. Naja fast, also die Unterkunft wurde natürlich trotzdem vorher rausgesucht. Ein bisschen Planungsnazi darf schon sein :D.Also fünft Tage im Juli in Göttlin, bei Rathenow, bei Brandenburg an der Havel in Brandenburg. Klingt jetzt erstmal nicht so mega spannend, bietet aber tolle Landschaften im Speckgürtel von Berlin mit gaaanz viel Natur und etwas weeeniger Mobilfunkempfang. Unsere Ferienwohnung war das Obergeschoss eines Klischeeklinkergebäudes aus den Zeiten der Mark Brandenburg mit großer Wohnküche, zwei Schlafzimmern und ganz viel Liebe zum Detail was die Möbel anging. Fahrräder gab es gleich noch mit obendrauf, weil wir so nett gefragt haben. Mehr brauch der Mensch ja gar nicht. Obwohl das gefühlte Überangebot an Kaufmärkten in Rathenow natürlich auch nicht geschadet hat.
Sind wir also Rad gefahren. Umgeben von Landschafts-, Naturschutz- und militärischen Sperrgebieten war jeder Waldweg als Radroute beschildert und wurde jede Gemeindeverbindungs- und Bundesstraße von einem eigenen Radweg begleitet. Eigentlich faszinierend, dass uns nicht auf Schritt und Tritt Radfahrende entgegen gekommen sind. Vorbei an Störchennestern und noch mehr Klinkerbauten sind wir also all die Orte mit -ow und -in hintendran abgefahren, in denen die Zeit immer ein kleines bisschen stehengeblieben zu seien scheint. In Rhinow mit seinem herausgeputzten Markplatz gab es sogar noch Muttis in Kittelschürzen hinter Kuchentresen. Zwei Daumen hoch für Pflaumenkuchen vom Blech!
Die Nähe zu Berlin und verwandschaftliche Bande haben dann sogar noch einen alten Köpenicker Bekannten aufs Fahrrad und zu uns gelockt. Wodurch ich wieder einmal bewundern konnte, wie Berliner/Brandenburger mit Berlinern/Brandenburgern kommunizieren. Da muss es so eine Metaebene geben, die mir verborgen ist :D.
Und dann war die Woche auch schon wieder rum. Als uns der nachbarschaftliche Hahn nebst Rasenmäher das letzte Mal geweckt hat, waren nicht nur wir traurig, sondern auch das Wetter. Stilsicher wurden wir bis nach Hause von trüben Wolken und Regen begleitet.
Bis bald Havelland.






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